Einfach schlau gemacht | Die Keppler-Doku

„Was nicht dokumentiert ist, ist nicht gemacht“

„Ich arbeite mehr mit der Doku als mit den Bewohnern“

„Was die Betreuung macht, weiß ich nicht, ich bin Pflege“

„Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare, Formulare“

„Das, was ich in der Pflegeplanung schreibe, ist für den MDK. Das hat mit der tatsächlichen Versorgung und meinem Pflegeverständnis nichts zu tun“

Aussagen wie diese kennt sicher jede:r, der/die schon einmal mit der Dokumentation in der Pflege zu tun hatte. 

Die übermäßige Bürokratie war vor einigen Jahren Anlass für ein Projekt des Bundesgesundheitsministeriums. Dieses ist unter dem Titel „EinSTEP“ bekannt geworden. Es hat mit vielen unnötigen Dokumentationspflichten Schluss gemacht. Aber es hat auch inhaltlich einige Änderungen mitgebracht, wie die Verkürzung des bisher sechsstufigen Pflegeprozesses auf nur noch vier Schritte. Wir haben uns in der Keppler-Stiftung Ende 2015 auf den Weg gemacht und in sechs Einrichtungen sowie einem ambulanten Dienst auf der Basis dieses Projekts die „Keppler-Doku“ entwickelt.

Diese neue und auf das Wesentliche reduzierte Dokumentationsform kann aber noch viel mehr, als einfach nur dünner zu sein. 

Denn sie

  • nutzt direkt dem Menschen, für/mit dem wir arbeiten,
  • trägt zur Arbeitszufriedenheit und zur Arbeitserleichterung bei,
  • zeigt unsere tägliche gute Arbeit und gibt uns Sicherheit.

Inhaltlich stellt die „Keppler-Doku“ die Leitsätze der Keppler-Stiftung und die daraus abgeleiteten Grundgedanken wie Lebensqualität, Personzentrierung, Biographie- und Situationsorientierung sowie die Beziehungsarbeit in den Mittelpunkt. Im Gegensatz zu den bisherigen Dokumentationsformen „von der Stange“, unterstützt sie deshalb eine individuellere Versorgung. Sie fördert den direkten Austausch mit den Menschen mit Unterstützungsbedarf. Das ist die Grundlage, um dessen Selbstbestimmung und Selbstständigkeit zu ermöglichen.

 


 

ASIFE/photocase.de;
ASIFE/photocase.de;

Als Arbeitsinstrument bringt die „Keppler-Doku“ einen passenden und die Arbeit erleichternden Handwerkskoffer mit. Sie kommt als IT-gestützte Lösung nicht nur am PC, sondern auch auf mobilen Endgeräten. Spracherkennung, digitale Wundfotografie, jederzeit lesbare Schrift und die Möglichkeit, zeitgleich an verschiedenen Orten dokumentieren zu können, sind automatisch mit dabei. Das gilt im stationären wie auch im ambulanten Bereich. Weiterentwicklungen und Erweiterungen, wie eine Videosprechstunde mit dem Facharzt oder Sprachsteuerung, werden ebenfalls möglich sein.

Die „Keppler-Doku“ fördert die Kommunikation – in alle Richtungen! Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft und Verwaltung können mit der einheitlichen Informationsbasis Hand in Hand arbeiten. Dabei spielen auch Entfernungen keine Rolle. Mitarbeitende im ambulanten Dienst können so jederzeit Rücksprache mit der Station halten. Interdisziplinäre Besprechungen und Austausche treten dabei anstelle des bisherigen stupiden Abzeichnens hunderter Routinetätigkeiten. Informationen fließen schneller zwischen allen Beteiligten. 

Die „Keppler-Doku“ macht die Keppler-Identität und die Einrichtungsphilosophie sichtbar. Sie ist dabei zunächst neutral und bietet einen offenen Rahmen. Daher kann sie jedes Konzept, jede Haltung und jedes Verständnis von unseren Dienstleistungen abbilden. Es braucht keine komplizierte „Übersetzung“ mehr in eingekaufte Checklisten und normierte Assessments. Damit lässt sie Raum für das Wesentliche und ist trotzdem passend zu den aktuellen Anforderungen der externen Qualitätssicherung und dem Leistungsrecht.


Wir sehen in der „Keppler-Doku“ auch einen Beitrag zur Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden: durch die moderne Technik und das entbürokratisierte Dokumentationsverständnis fällt das Dokumentieren leichter. Es fügt sich besser in den Alltag ein und macht nötige Informationen schnell verfügbar.

Mit dem Eichhörnchen „Knitz“ hat die „Keppler-Doku“ ein eigenes Maskottchen bekommen. Das Eichhörnchen symbolisiert den Weg vom Sammeln vieler Informationen über unsere Klienten:innen bis zum Herausfi ltern der wirklich notwendigen Informationen. Wie beim Vergraben und Wiederfinden der Nüsse. Sein Name ist ein schwäbisches Eigenschaftswort und bedeutet: „auf liebevolle Weise raffiniert, schlau, gewitzt“.

Auch dies passt gut zur „Keppler-Doku“, denn wir sind überzeugt, die „Keppler-Doku“ ist

Einfach schlau gemacht.

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