Der Praxisanleiter:innen-Tag geht in die dritte Runde und ist inzwischen ein wichtiger Raum geworden: zum Kennenlernen, zum Austausch von Ideen – und um über aktuelle Themen in der Ausbildung zu sprechen. In diesem Jahr waren auch Kaufmännische Praxisanleiter:innen dabei und brachten ihre Perspektiven in die Ausbildungsarbeit ein.
Austausch über zentrale Fragen der Ausbildung
Ein spielerischer Einstieg mit einem „Kunst-Icebreaker“, bei dem Bildausschnitte zusammengesetzt und Fragen diskutiert wurden, sorgte für eine einladende Atmosphäre. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Team Ausbildungsmanagement Sarah Wendlinger und Martin Fradl. Sie informierten über aktuelle Themen rund um die generalistische Pflegefachausbildung sowie über die geplanten gesetzlichen Regelungen zur neuen Pflegefachassistenzausbildung, die 2028 in Baden-Württemberg eingeführt wird.
In Workshops setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit zentralen Fragen auseinander:
- Welchen Stellenwert hat Ausbildung in der eigenen Einrichtung?
- Welche Aufgaben übernehme ich als Praxisanleiter:in konkret?
- Was macht die Ausbildung im eigenen Haus besonders und was können Auszubildende nur bei uns erfahren?
- Und was können unterschiedliche Berufsgruppen voneinander lernen?
„Da unsere Auszubildenden unsere Zukunft sind, haben Praxisanleiter:innen eine tragende Säule in der Keppler-Stiftung“, sagt Wendlinger.
Gerade in diesen Diskussionen wurde deutlich, wie zentral die Rolle der Praxisanleiter:innen für eine gelingende Ausbildung ist. Durch mehrere Rotationen konnten alle Gruppen jedes Thema bearbeiten. Dabei wurde schnell klar: „Es gibt viele Gemeinsamkeiten – und gleichzeitig ganz unterschiedliche Ansätze und Erfahrungen“, sagt Fradl. „Durch das bewusste Mischen der Gruppen ist eine besondere Gesprächsdynamik und ein sehr ehrlicher Austausch entstanden.“
Reflexion und neue Perspektiven
Der Tag bot nicht nur Raum für fachlichen Austausch, sondern auch für Reflexion. Neben dem Dialog standen auch praktische Impulse im Fokus. Mit dem „Resilienz-Akku“ wurde ein niedrigschwelliger Ansatz zur Selbstreflexion vorgestellt, der sich auch gut in die Arbeit mit Auszubildenden integrieren lässt.
Für eine willkommene Auflockerung sorgte eine gemeinsame Gruppenübung im Freien: Beim spielerischen „Schere, Stein, Papier“-Turnier traten die Teilnehmenden gegeneinander an, bis sich schließlich zwei große Gruppen gegenüberstanden. Neben dem Spaßfaktor hatte die Übung auch einen praktischen Effekt – sie diente gleichzeitig dazu, neue Gruppenkonstellationen für den Nachmittag zu bilden.
Besondere Schlüsselrolle
Praxisanleiter:innen nehmen eine Schlüsselrolle in der Ausbildung ein. Sie begleiten Auszubildende im Arbeitsalltag, vermitteln fachliche Inhalte und sind wichtige Ansprechpersonen.
„Formate wie der Praxisanleiter:innen-Tag schaffen Raum, um diese verantwortungsvolle Aufgabe gemeinsam weiterzuentwickeln“, so Wendlinger.
Es geht aber um mehr als den Dialog: „Wir möchten vor allem die Vernetzung und den Austausch stärken, Synergien anstoßen und die besondere Arbeit der Kolleg:innen sichtbarer machen.“


