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Erster Fachtag zu Gewaltschutz

Gewaltschutz beginnt nicht erst dann, wenn Grenzen überschritten werden. Er beginnt mit einer Haltung. Mit dieser Überzeugung haben sich Mitarbeitende aus unseren Einrichtungen und Diensten – insbesondere Sozialdienstleitungen – zum ersten Fachtag Gewaltschutz der Keppler-Stiftung getroffen.

Gemeinsam arbeiten wir daran, Gewaltschutz strukturell weiterzuentwickeln und nachhaltig in unserer Stiftung zu verankern. Denn Gewalt hat viele Gesichter. Sie kann körperlich oder psychisch sein, durch Worte, Machtstrukturen oder Grenzverletzungen entstehen – gegenüber den Menschen, die wir begleiten, ebenso wie gegenüber Mitarbeitenden oder innerhalb von Teams. Ein wirksames Gewaltschutzkonzept entsteht nicht am Schreibtisch. Es lebt vom Austausch, unterschiedlichen Perspektiven und der Bereitschaft, genau hinzuschauen.

Beim Fachtag standen deshalb unter anderem diese Fragen im Mittelpunkt:
➡️ Welche Verantwortung tragen wir gemeinsam?
➡️ Was brauchen unsere Gewaltschutzbeauftragte in den Einrichtungen, um ihre Aufgaben verantwortungsbewusst umsetzen zu können ?
➡️ Wie gelingt es, Prävention nachhaltig im Arbeitsalltag zu verankern?

Dem Fachtag gingen bereits 22 Präventionsworkshops mit rund 440 Mitarbeitenden aus allen Fachbereichen voraus. Die Ergebnisse zeigen: Gewaltprävention bedeutet weit mehr als die Vermeidung körperlicher Übergriffe. Sie beginnt bei Kommunikation, Teamkultur, Selbstbestimmung und einem respektvollen Miteinander.

Als Keppler-Stiftung verstehen wir Gewaltschutz als gemeinsame Verantwortung. Unser Ziel ist es, eine Kultur zu stärken, in der Respekt, Achtsamkeit und Sicherheit selbstverständlich sind – für die Menschen, die wir begleiten, und für alle, die bei uns arbeiten. Vielen Dank an alle Kolleg:innen, die diesen Prozess mit Offenheit, Engagement und ihren Erfahrungen mitgestalten.

Gemeinsam machen wir uns auf den Weg.