Jährliche Seelsorgekonferenz

Sr. Paulin, Franziskanerin von Reute bei ihrem Impulsvortrag zur franziskanischen Spiritualität. "Deus meus et omnia"

Zur jährlichen Seelsorgekonferenz der Keppler-Stiftung trafen sich am 4. Oktober, dem Namenstag des heiligen Franziskus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum gemeinsamen Austausch und zur Besinnung im Seniorenzentrum St. Franziskus in Mühlacker. Unter dem Titel „Wovon mein Herz voll ist …“ standen Impulse und Workshops auf dem Programm, die die vielfältigen Aktivitäten in den Häusern der Keppler-Stiftung bereichern sollen.

Zunächst begrüßte Pia Theresia Franke, Vorständin der Keppler-Stiftung die Teilnehmer:innen. Seelsorge ist für sie, Unterbrechung des Alltags und der rote Faden im Bestreben, die Menschen in unseren Einrichtungen als Ganzheit zu sehen. "Wir brauchen diese Orientierung, um uns den unsichtbaren Themen zu nähern", führt Franke aus. Die Keppler-Stiftung hat den Stellenwert der Mitarbeiter:innen- und Bewohner:innenseelsorge sehr früh in ihrer großen Bedeutung erkannt und, auch mit Unterstützung der Veronika-Stiftung der Diözese Rottenburg Stuttgart, beständig gefördert und ausgebaut. 

Die Franziskanerschwester Sr. Paulin aus dem Kloster Reute setze mit einem "franziskanischen" Impuls den Auftakt vor die unterscheidlichen Workshops, die an diesem Nachmittag angeboten wurden. Für Sr. Paulin muss Spiritualität bodenständig und vor allem erfahrbar, sie muss Leichtigkeit besitzen und den Menschen Freude schenken. Ganz nach dem Gottesbild des heiligen Franziskus, der Aufmerksamkeit und Offenheit voraussetzt, zu beschenken und sich beschenken zu lassen. Und so stehen dür Sr. Paulin zwei Fragen im Mittelpunkt der Suche: "Wer bist du, Gott? Wer bin ich, Mensch?" Dabei fordert sie mit dem heiligen Franziskus lieber nach dem Evangelium zu leben, als ausschließlich darin zu lesen. Mit dem alles zusammenfassenden Kurzgebet des heiligen Franziskus, das beinahe wie ein Mantra franziskanische Spiritualität versinnbildlicht schloss Sr. Paulin ihren Impuls: "Deus meus et omnia, Gott, du mein Ein und Alles." Sie sieht darin die drei Standbeine einer Sprituellen Lebensweise, im Bezug auf Gott, im Bezug auf sich selbt und im Bezug auf die Welt leben und wirken wir. 

 

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