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Sindelfingen,

Quartiersarbeit mit Seelsorge verbinden

Seit Oktober gibt es erstmals eine Stelle für Quartierspastoral in Sindelfingen. Die Träger dieses innovativen Angebots sind die Kirchengemeinde St. Joseph und das Seniorenzentrum Haus Augustinus Sindelfingen der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung.

Die Aufgaben einer Quartierspastoral sind vielfältig: Ansprech- und Vernetzungspartnerin sein, Bedarfe im Ort wahrnehmen und Ideen aus dem Sozialraum anstoßen sowie konkrete Projekte umsetzen. „Der Blick auf Beziehungen und Nachbarschaften, aber auch soziale Nöte und das gelingende Zusammenleben von Alt und Jung soll dabei mit neuen Ansätzen in den Fokus gerückt werden“, sagt Diplom-Theologin und Pastoralreferentin Annegret Hiekisch, die ab sofort für die Teilzeitstelle zuständig ist. Zuvor begleitete sie als Dekanatsreferentin den diözesanen Prozess „Kirche am Ort. Kirche an vielen Orten gestalten“.

Als Einstieg in die neue Stelle geht es Annegret Hiekisch zunächst darum, Strukturen und Akteure im Umfeld kennenzulernen und an den verschiedenen Wirkungsstätten der beiden Träger anzudocken. Das Projekt nimmt dabei vor allem die Sindelfinger Stadtteile Eichholz, Hinterweil, Schleicher, Spitzholz, Eschenried und Rotbühl in den Blick: „Es handelt sich um eine niederschwellige Anlaufstelle, die als ergänzendes Angebot der Kirchengemeinde und der Keppler-Stiftung verstanden werden soll“, klärt Hiekisch auf. Die Vorgehensweise sei für sie dabei essenziell: Kirche müsse aus den engen Mauern der eigenen Gebäude hinaustreten und auf die Menschen zugehen. „Das ist der richtige und zukunftsfähige Ansatz.“

Als größte katholische Altenhilfeträgerin in Baden-Württemberg unterstützt die Keppler-Stiftung Menschen dabei, gut alt zu werden. Neben der Erhaltung und Entwicklung von Lebensqualität mit älteren Menschen stellt auch das Thema Sozialraumorientierung einen Schwerpunkt für die Einrichtungen der Stiftung dar: „Nur jeder Fünfte aller hilfe- oder pflegebedürftigen Menschen lebt in einem Pflegeheim, die anderen im häuslichen Bereich“, klärt der Vorstand Dr. Alfons Maurer auf. „Genau für diese Menschen soll nun ein soziales und seelsorgliches Angebot in Sindelfingen geschaffen werden.“ Das Besondere an diesem Konzept: die Verknüpfung der Vermittlung von sozialen Hilfen und seelsorglichen Angeboten.

Hiekisch freut sich sehr, dass die Stelle inhaltlich und strukturell von beiden Partnern gewünscht und getragen wird und ist zuversichtlich: „Gemeinsam werden wir viel erreichen.“

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