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Die „Pflegeoase“ im Seniorenzentrum St. Franziskus Mühlacker

Heute kommen die Menschen später in unsere Häuser, sind schwerer krank oder von mehreren Einschränkungen betroffen und verweilen kürzer bei uns. Hochaltrige Menschen sind häufiger von Demenz betroffen. Demenz führt zum wachsenden Verlust von Alltagsfunktionen, zum Verlust von Erinnerungsvermögen und Sprache. Zwischen der Hälfte und zwei Drittel unserer Bewohnerinnen und Bewohner sind in unterschiedlicher Intensität von Demenz betroffen.

Im Seniorenzentrum St. Franziskus beschäftigt sich der Wohnbereich „Arche“ seit Jahren intensiv mit der Betreuung von Menschen mit Demenz. Schwerste Demenz bedeutet u. a.

  • kaum noch Eigenbeweglichkeit,
  • Verlust von verbalen Kommunikationsmöglichkeiten,
  • Verlust der Orientierung an Personen und in Raum und Zeit

Es geht darum, mit möglichst einfachen Mitteln Ruhe, Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln und nach Möglichkeit alle körperlichen Bedürfnisse zu erfüllen. Sozialer Kontakt, Begegnung und Beziehungsaufnahme zentrale Elemente sind.

Im Wohnbereich „Arche“ wurde ein großer Raum geschaffen, in dem vier Bewohnerinnen leben. Der Raum ist gegliedert und versucht, geschützte private Bereiche, persönliche Ecken zu schaffen. Die vier Frauen werden tagsüber ca. zwölf Stunden von einer Pflegekraft im Raum betreut. Sie erhalten so ein Maximum an direkter und individueller Pflege und Zuwendung. Die Pflegekraft ist meistens sichtbar und praktisch immer hörbar. Kontakt pflegen und Beziehung zu einer Bewohnerin aufnehmen kann die Pflegekraft auch, während sie, ein wenig entfernt von dieser, etwas anderes tut. Die nur einmal vorhandene Arbeitszeit wird so „verdichtet“ und angereichert. Dies kommt den Bewohnerinnen zu Gute.

Man nimmt an, dass das Bedürfnis nach Rückzug und Privatsphäre im Spätstadium von Demenz für die Betroffenen deutlich an Bedeutung verliert und diese vielmehr vor allem den ruhigen, keine Anforderungen stellenden Kontakt zu Menschen brauchen. Mit einem fundierten Verständnis der individuellen Situation schaffen die Pflegekräfte viele kleine Kontaktmöglichkeiten und durch verschiedenste Elemente von Farben, Musik und sinnhaftem Erleben (z. B. Kochen am Bett) bleibt die eigene menschliche Existenz spürbar, ja Freude wird wieder möglich.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Pflegeoase.
Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet von der Hochschule Esslingen (Prof. Sabine Schneider und Prof. Annette Riedel). Den vorgelegten Evaluationsbericht finden Sie hier.

15.03.2017
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